Auf der Automate 2025-Messe in Detroit hat sich Universal Robots (UR), der weltweit führende Anbieter von kollaborativen Robotern (Cobots), mit NVIDIA zusammengetan, um seinen neuesten Cobot, den UR15, sowie eine Reihe KI-gesteuerter Robotersteuerungstechnologien vorzustellen und damit seine Innovationskraft in der intelligenten Fertigung unter Beweis zu stellen.
Der UR15 ist der bisher leistungsstärkste Cobot von UR. Er verfügt über eine maximale Traglast von 15 kg (Software-Upgrade auf 17,5 kg möglich) und eine maximale Werkzeuggeschwindigkeit von 5 m/s. UR bezeichnete diesen Roboter offiziell als „den schnellsten Cobot in der Geschichte von UR“ und konnte die Zykluszeiten in verschiedenen Anwendungen um bis zu 40 % verkürzen. Dies steigert die Effizienz der Produktionslinie deutlich und senkt die Betriebskosten. Daher eignet er sich besonders für Hochgeschwindigkeits-Pick-and-Place-Aufgaben.
Gleichzeitig hat UR auch seine bekannten Cobots der E-Serie verbessert:
Die Nutzlast des ursprünglichen Modells UR5e wurde von 5 kg auf 7,5 kg erhöht; das Modell heißt jetzt UR7e.
Die Nutzlast des ursprünglichen UR10e wurde von 10 kg auf 12,5 kg erhöht; er heißt jetzt UR12e.
UR3e und UR16e behalten ihre ursprünglichen Konfigurationen und bleiben Teil der E-Serie.
KI-gesteuertes Motion-Control-System OptiMove feiert Premiere
Eine der mit Spannung erwarteten Innovationen unter den neuen Produkten von UR ist der gemeinsam von Teradyne und NVIDIA entwickelte Bewegungssteuerungsalgorithmus OptiMove. OptiMove optimiert dynamisch die Geschwindigkeit und Beschleunigung des Cobots durch intelligente KI-Algorithmen, wodurch gleichmäßigere Bewegungsbahnen erreicht und mechanische Vibrationen sowie Betriebsgeräusche deutlich reduziert werden. Dies ist besonders vorteilhaft für Fertigungsszenarien mit hoher Produktvielfalt und geringer Stückzahl sowie zerbrechlichen Komponenten.
Ujjwal Kumar, Präsident von Teradyne Robotics, erklärte: „OptiMove ist seit fast einem halben Jahr in mehreren Fabriken im Einsatz. Daten zeigen, dass es die Zykluszeiten in der realen Produktion im Vergleich zu herkömmlichen UR-Plattformen um bis zu 40 % verkürzen kann, was für die Kapazitätssteigerung von enormer Bedeutung ist.“ Er fügte hinzu, dass diese Technologie nicht nur beim neu eingeführten UR15 zum Einsatz kommt, sondern über die Polyscope X-Software als Teil des „AI Accelerator“-Tools auch auf allen UR-Cobots eingesetzt werden kann.
Aufbau einer KI-Anwendungsplattform: UR AI Accelerator
Das AI Accelerator Toolkit von UR ist ein weiteres Ergebnis der Zusammenarbeit mit NVIDIA. Dieses Toolkit integriert eine Edge-KI-Computing-Plattform basierend auf NVIDIA Jetson AGX Orin-Modulen und nutzt CUDA-Beschleunigungsbibliotheken und KI-Modelle der NVIDIA Isaac-Plattform. Es unterstützt verschiedene KI-Funktionen wie Computer Vision, Pfadplanung und komplexe Aufgabenverarbeitung und hilft Entwicklern, schnell KI-gestützte Roboteranwendungen zu erstellen.
Deepu Talla, Vice President of Robotics and Edge AI bei NVIDIA, bemerkte: „KI hatte vor zehn Jahren mit Deep Learning einen Durchbruch und kann nun endlich für komplexe Fertigungs- und Prüfanwendungen eingesetzt werden, die zuvor nicht realisierbar waren. Dank des technologischen Fortschritts können viele bisher unlösbare Probleme nun mit KI gelöst werden.“
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Fusion von Cobots und AMRs: MC600 sorgt für einen beeindruckenden Auftritt
UR und NVIDIA präsentierten außerdem gemeinsam das MC600-Verbundrobotersystem, das einen autonomen mobilen Roboter (AMR) MiR PalletJack mit einem UR20-Cobot integriert. Dieses System ermöglicht autonomes Kommissionieren, Handhaben und Platzieren in unstrukturierten Industrieumgebungen.
Das System erleichtert Tests vor der Bereitstellung durch eine Simulationsumgebung und beschleunigt so die Bereitstellung und erneute Bereitstellung erheblich. Kumar kommentierte: „Der größte Vorteil von MC600 besteht darin, dass alle Roboterkomponenten per Simulation vorprogrammiert und vorab getestet werden können. Dies verkürzt den Inbetriebnahmezyklus erheblich und ermöglicht die Anpassung an dynamische Industrieumgebungen.“
Talla fügte hinzu: „In der Fertigung und Logistik reicht eine Genauigkeit von 99 % nicht aus. Das Training dieser zusammengesetzten Robotersysteme durch hochpräzise Simulation kann den Bereitstellungszyklus um ein Vielfaches verbessern.“
Der MC600 ist darauf ausgelegt, die Flexibilität von AMRs bei der Materialhandhabung mit der Intelligenz von UR-Cobots bei Arbeitsstationsvorgängen wie Kistenverpackung und Palettierung zu integrieren und so eine hybride Roboterbelegschaft zu schaffen, die für Aufgaben wie Kommissionierung, Intralogistik und automatische Palettierung geeignet ist.
Abschluss
Die wichtigsten Ankündigungen von Universal Robots auf der Automate 2025 unterstreichen nicht nur die führende Rolle des Unternehmens in der kollaborativen Robotertechnologie, sondern ermöglichen durch die enge Zusammenarbeit mit NVIDIA auch die vollständige Integration von KI in die Robotersteuerung und -bedienung und treiben so die intelligente und flexible Transformation der Fertigung voran. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Cobots der neuen Generation und intelligenten Algorithmen werden Industrieroboter eine echte Mensch-Roboter-Kollaboration und effiziente Produktion in einem noch breiteren Spektrum von Szenarien ermöglichen.
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